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Neuer Anzeiger 3. August 2018

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Seite 8 NEUER ANZEIGER

Seite 8 NEUER ANZEIGER für das AachThurLand und die Region Bürglen Freitag, 3. August 2018 Agenda Letzte Seite Freitag, 3. August Bürglen • Ludothek, 17–19 Uhr, im Raiffeisenbank-Gebäude (Eingang Süd) Samstag, 4. August Sulgen • Bibliothek Region Sulgen, 9.30–11.30 Uhr, Schulstrasse 7 Donnerstag, 9. August Bürglen • Mittagstisch für Senioren, Bürglemer Forum, ab 11 Uhr, Restaurant Traube, Wertbühl. Es besteht Mitfahrgelegenheit, bitte anmerken. Anmeldungen bis Mittwoch, 8. August, 18 Uhr, an Stefan Fischer, Tel. 071 633 25 04, E-Mail stefan.fischer-schicker@ bluewin.ch; wenn nicht erreichbar: Armin Eugster, Tel. 071 633 19 58 Freitag, 10. August Bürglen • Ludothek, 17–19 Uhr, im Raiffeisenbank-Gebäude (Eingang Süd) Frohlektüre von Patrick Michel Mayland Kradolf. Der Kradolfer Künstler Patrick Mayland hat unter dem Titel «Frohzoo» ein neues Büchlein mit 25 Texten und Zeichnungen verfasst. Es erscheint in einer limitierten Auflage, ist ab Mitte Oktober verfügbar und kann beim Künstler bereits jetzt vorbestellt werden (www.maylandart.ch). «Frohzoo» kostet 35 Franken plus Versandkosten. (red.) Der Gerhard fuhr auf seinem Einrad ins weit entfernte Bagdad – herausfordernde Zeiten verlangen herausfordernde Literatur, fi ndet Patrick Michel Mayland. Für ihre Rede zum Nationalfeiertag erntete Elsi Steiner vom Publikum viel Applaus. Ausländer waren auf einmal die anderen Riedt. Mit Elsi Steiner hielt eine gebürtige Holländerin die 1.-August- Ansprache der Gemeinde Erlen. Im Festzelt in Riedt erklärte sie, was es braucht, um in der Fremde eine zweite Heimat zu fi nden. Christoph Lampart Als Elsi Steiner 1974 als 18- Jährige aus dem südlichsten Zipfel der Niederlande nach Oberriet kam, um ein Jahr als Au-pair zu arbeiten, hätte sie nie gedacht, dass sie für immer hierbleiben und hier ihren Ehemann kennenlernen würde. Doch es kam genauso. Eines wusste sie jedoch schon sehr rasch: «Mir hat der damals noch viel ländlichere Thurgau schon sehr gut gefallen.» Dennoch habe sie anfangs ab und an das Heimweh geplagt, welches jedoch immer weniger wurde, je länger sie hierblieb und – sich dabei im Dorfleben integrierte. Langsamer Prozess Irgendwann, so erzählte Steiner vor rund 200 Personen im Festzelt an der Oberfeldstrasse 11, sei sie nach den Ferien im Sulger Kreisel Richtung Riedt abgebogen und habe sich dabei beim Gedanken erwischt, wie schön es doch sei, nun wieder nach Hause zu kommen. Dieser Prozess sei zwar schleichender Natur, dafür aber unumkehrbar gewesen. Genauso wie auf einmal der Moment gekommen sei, in dem sie fand, dass «Ausländer die anderen» seien, aber nicht sie selbst sei. Zweimal Heimat gefunden Natürlich sei die Niederlande nach wie vor ihre Heimat, doch Riedt sei dies nicht weniger. Im Gegenteil: «Ich habe das Glück, zweimal eine Heimat zu haben.» Dieses Glücksgefühl sei jedoch nicht gratis erhältlich, sondern erfordere, dass man selbst dazu bereit sei, einiges der Gemeinschaft zurückzugeben. Sei es durch Nachbarschaftshilfe oder beim Mitwirken in den Vereinen oder in anderen Institutionen. Alle mussten unter das Vordach flüchten Kradolf. An der Bundesfeier von Kradolf-Schönenberg weckte Ruth Gubler, Präsidentin des Thurgauer Kantonalmusikverbandes, die Vorfreude auf das kantonale Musikfest im kommenden Jahr. Ramona Riedener Ruth Gubler, Präsidentin Thurgauer Kantonalmusikverband Bild: mte Bilder: Christoph Lampart Das natürliche Feuerwerk kam am 1. August etwas zu früh für die Festgemeinde auf dem Schulhausareal in Kradolf. Die Hitzewelle der vergangenen Tage entlud sich mit einem heftigen Gewitterregen, nachdem tiefschwarze Wolken den Tag zur Nacht gemacht hatten und grelle Blitze den Himmel erhellten. Gerade noch Platz genug hatte es unter dem Vordach der Schulanlage für die Besucherinnen und Besucher der Bundesfeier, die dort Schutz suchten, nicht jedoch für die Musikanten des Musikvereins Kradolf- Schönenberg. Sie drängten sich für ihre Darbietung unter einen Sonnenschirm. Einer der Musikaten kam dann unfreiwillig in den Genuss einer heftigen Dusche, als sich eine angestaute Wasserlache vom Schirm entlud. Völlig unbeirrt davon, spielte er gelassen weiter. Die Gemeinde Kradolf-Schönenberg ist Gastgeberin für das Kantonale Musikfest im Juni nächsten Jahres. Deshalb gab es zum Geburtstag der Schweiz diesmal keine patriotische Rede. Das Fest schmackhaft machen, die Freude auf den Grossanlass wecken und eventuelle Bedenken zerstreuen war das Ziel der originellen Worte von Gastrednerin Ruth Gubler, der Präsidentin des Thurgauer Kantonalmusikverbandes. Dass sie zusammenrücken und gut organisieren können, auch wenn nicht alles rund läuft, haben die Gemeindemitglieder und der organisierende Turnverein an diesem 1.-August-Abend bewiesen. So dürfte auch das Musikfest für alle zum unvergesslichen Ereignis werden.

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