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Neuer Anzeiger 24. Juli 2020

Seite 6 NEUER ANZEIGER

Seite 6 NEUER ANZEIGER für das AachThurLand und die Region Bürglen Freitag, 24. Juli 2020 Erreichen Sie über 10 000 Leser in Ihrer Region! Opfershofen Leimbach Donzhausen Hessenreuti Uerenbohl Gutbertshausen Istighofen Moos Götighofen Buhwil Neukirch a. d. Thur Birwinken Bürglen Erlen Sulgen Kradolf-Schönenberg Hohentannen Klarsreuti Mattwil Happerswil Andwil Kümmertshausen Engishofen Heimenhofen Riedt Buchackern Heldswil Anzeigen, PR-Berichte, Publireportagen, Flyer- und Einsteckbeilagen! NEUER ANZEIGER Steinackerstrasse 8, 8583 Sulgen Tel. 071 644 91 00 www.neueranzeiger.ch inserate@neueranzeiger.ch

Freitag, 24. Juli 2020 NEUER ANZEIGER für das AachThurLand und die Region Bürglen Seite 7 Weinfelden Sulgen Käsermeister Sämi Moser beim Schmieren der Käselaibe. Bilder: Andrea Stalder Mit Beufsstolz präsentieren Peter und Nicole Egger ihre höhlengreiften Käse. Ausgereift in der kühlfeuchten Höhle Weinfelden/Istighofen. Unter dem Boden im Mittelthurgau verbergen sich Geheimnisse wie der Käsekeller in Weinfelden. Die Mooser-Chäsi nutzt das spezielle Klima in diesem über hundert Jahre alten Keller zur Reifung ihrer Käsespezialitäten. Mario Testa Es riecht intensiv. Wenn die Türe zum Käsekeller an der Amriswilerstrasse in Weinfelden aufgeht, steigt dem Eintretenden der Geruch von Ammoniak, feuchtem Stein und etwas Desinfektionsmittel in die Nase. Erst der Blick in den Keller verrät, dass hier drin etwas Feines heranreift. «Wir haben mit dem Weinfelder Käsekeller eine von gerade mal einer Handvoll solcher Einrichtungen in der Schweiz zur Verfügung, die Käse mit dem Label ‹aus dem Felsenkeller› produzieren dürfen», sagt Peter Egger, Inhaber der Mooser-Chäsi in Istighofen. Seit zwei Jahren mietet Egger den Käsekeller von Peter Fretz. «Zuvor haben schon viele andere Käsereien hier gewirkt wie Wartmann, Schmitt oder Bergsenn», sagt der Eigentümer. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde der rund 30 Meter in den Fels dringende Natursteinkeller noch von der Brauerei in Weinfelden benutzt, um die im Winter aus dem Bommer Weiher geschlagenen Eisblöcke für die Bierkühlung zu lagern. «Auch Weinfässer lagerten schon hier. Für sie war es aber zu feucht, vom ‹fässerfressenden Keller› ist in alten Schriften die Rede.» Unterschiedliche Lagerzeit In den Gestellen auf langen Reihen, jeweils drei Laibe pro Brett, lagern hier nun die milden und rezenten Nollenkäse der Mooser-Chäsi sowie auch ein paar Dutzend grosse Emmentaler. Für die Pflege der Laibe ist Käsermeister Sämi Moser zuständig. «Die Käse sind zwischen sechs Wochen und zehn Monaten hier drin und reifen», sagt der 46-Jährige. Der Vorteil der Höhle: eine relativ konstante Temperatur von rund 13 Grad – im Sommer etwas mehr, im Winter auch mal nur 10 Grad – und eine hohe Luftfeuchtigkeit von über 90 Prozent. «Die Feuchtigkeit und die Naturflora sind eine Herausforderung, und auch das Be- und Entladen draussen an der Strasse. Die Käsepflege in einem sterilen Kühlraum ist natürlich weniger kompliziert, aber ich bin gerne hier unten.» Täglich eine Stunde, an zwei Tagen pro Wochen auch drei Stunden, hält er sich im Keller auf. Er nimmt die Käseleibe, schmiert sie mit Salzlake ein und wendet sie, die jüngeren Laibe täglich, die älteren einmal pro Woche. Seit Kurzem erst hilft ihm dabei eine Käseschmiermaschine. Gefragte Spezialität «Das Prädikat ‹aus dem Felsenkeller› ist schon ein Verkaufsargument. Die Qualität des Käses ist besser», sagt Verkaufsleiterin Nicole Egger. Der Käse bleibe bei der Reifung feuchter und sei entsprechend gut zu schneiden. «Wir haben sogar Kunden aus Frankreich und natürlich viele in der Schweiz. Die Migros Luzern und Zürich beispielsweise haben den Nollenkäse im Sortiment, die Migros Ostschweiz leider noch nicht.» 100 Liter Milch 100 Liter Milch braucht die Mooser- Chäsi, um einen ihrer rund sieben Kilo schweren Nollenkäse zu produzieren. Die Milch wird unter Rühren erwärmt. Durch das Hinzufügen von Lab gerinnnt die Milch und dickt ein. Diese gallertartige Masse wird mit der Käseharfe zerschnitten. So entsteht der Käsebruch, danach wird die Masse in die Formen verteilt. «Diese Arbeit machen wir in der Chäsi. Dort lassen wir den Käse dann auch ruhen, bis die Milchsäurebakterien ihre Arbeit getan haben. Dann kommt er 28 Stunden lang in ein Salzbad und dann erst in den Käsekeller», erklärt Käsermeister Sämi Moser. (mte) Gut vorbereitete Belagsarbeiten schreiten schnell voran Sulgen. In dieser Woche schliesst das Kantonale Tiefbauamt die Arbeiten an der Hauptstrasse in Sulgen ab. Anstelle des dichten Verkehrs mit Personen- und Lastwagen prägten Strassenbaumaschinen das Bild. Nach den Vorbereitungsarbeiten am Montag und Dienstag wurde am Mittwoch auf der ganzen Länge des sanierten Strassenstücks der Deckbelag aufgetragen, beginnend beim Ochsenkreisel bis hin zur Waldstrasse. Während die Walzen noch die letzten Meter nach der Bahnunterführung glätteten, wurden auf dem bereits fertig gestellten Stück Die letzten Meter des neuen Belags werden flach gewalzt. . Bild: hab bereits die Markierungen ausgemessen. Für die Arbeitenden, die an diesem heissen Sommertag auf dem noch heisseren Untergrund den Stras senbelag aufgebracht hatten, stand dann auch eine Belohnung in Form von Bratwürsten, Bürli und kühlen Getränken bereit. Viele, die in dieser Woche längere Umleitungen in Kauf nehmen mussten, um einzukaufen, zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen oder Bekannte zu besuchen, wird es freuen, dass die Hauptstrasse in der nächsten Woche wieder frei befahrbar ist. (hab)

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