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Neuer Anzeiger 22. Januar 2021

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Neuer Anzeiger 22. Januar

Erlen, Seite 3 Aufgehoben Nach einem Defekt an der Heizung ist die Autowaschanlage bei der Landi Aachtal in Erlen geschlossen. Die Anlage wird ganz stillgelegt. Kradolf, Seite 7 Abgesagt 2021 gibt es kein Flossrennen. Eine Austragung sei aufgrund der jüngsten Entwicklungen rund um das Coronavirus nicht möglich, schreibt das OK. Schönenberg, Seite 8 Ausgebaut Das Speiserestaurant Klein Rigi erweitert seine Betriebsräume durch einen Neubau. Er wird eigens für die Bewirtung von Gesellschaften ausgelegt. NACHHALTIG ENTS RGEN Auch samstags von 9-12 Uhr geöffnet Freitag, 22. Januar 2021, Nr. 3, 30. Jahrgang NEUER ANZEIGER Die Zeitung für das AachThurLand und die Region Bürglen Elektro AG Kradolf/Sulgen Tel. 071 644 99 44 · www.schoenholzer.ch Muldenzentrale OTG AG Buchenhölzlistrasse 6 | 8580 Amriswil Tel 071 414 33 33 | www.muldenzentrale-otg.ch Rotmilan – er ist kein Einzelgänger Sulgen. Es ist kein Zufall, dass der Rotmilan das Logo des AachThur- Lands ziert. Der Greifvogel ist in der Region ein häufiger Gast. Öfters kreisen gleich mehrere Dutzend dieser Vögel über Sulgen. Hannelore Bruderer Ausserhalb der Brutzeit würden Rotmilane sehr oft in Gruppen leben, erklärt Adrian Aebischer. Der Biologe studiert seit rund zwanzig Jahren das Leben dieser Vögel und hat 2009 ein Buch über sie verfasst. Die Gruppenbildung äussert sich am stärksten im Winter an den kollektiven Schlafplätzen, wo am Abend mehrere Dutzend, manchmal mehrere Hundert Milane zusammenkommen. Freiwillige zählen Im November 2020 zählten 185 Freiwillige die Rotmilane an allen bekannten kollektiven Schlafplätzen der Schweiz. Von den 80 kontrollierten Schlafplätzen waren 69 besetzt. Insgesamt wurden 4655 Rotmilane gezählt. Es ist dies die zweithöchste Zahl seit 2009. Zwischen Sulgen, Kradolf-Schönenberg und Erlen sind keine Schlafplätze bekannt, in der näheren Region aber schon. «Man muss sich einen Schlafplatz nicht als fixes Gebilde, sondern als etwas sehr Dynamisches vorstellen», sagt der Fachmann. Der Rotmilan ist nach Bartgeier und Steinadler der drittgrösste einheimische Greifvogel. «Ein Schlafplatz kann sich manchmal um ein paar Hundert Meter oder auch um einen bis zwei Kilometer verschieben. Auch die Anzahl der Rotmilane, die an einem Schlafplatz erscheinen, ist nicht immer gleich, da manche Milane den Schlafplatz auch wechseln.» Die meisten Rotmilane beginnen im Alter von drei bis vier Jahren mit brüten. Vor dieser Zeit streifen die Jungvögel weit umher und leben häufig, wenn auch nicht immer, in Gruppen. «Während der Brutzeit leben die fortpflanzungsfähigen Rotmilane zwar als Paare, sie verteidigen aber nur die Nestregion und nicht grosse Reviere. So kann es vorkommen, dass sich die Brutvögel mitten in der Brutzeit auf einem Feld oder Acker mit mehreren Artgenossen zusammenfinden. Um Futter für ihre Jungen zu beschaffen, entfernen sich Rotmilane auch mehrere Kilometer vom Nest», sagt Aebischer. Zugverhalten ändert Bild: (c) Adrian Aebischer Früher zogen praktisch sämtliche Rotmilane im Herbst nach Südfrankreich oder nach Spanien und Portugal. Da in den letzten Wintern der Boden in der Schweiz unterhalb von 800 m ü.M. meistens nur während wenigen Tagen schneebedeckt war, überwintern diese grossen Vögel vermehrt hier. «Liegt der Schnee tagelang, ziehen viele unserer Rotmilane weg. Manchmal erfolgt der Abflug noch im Dezember, manchmal sogar noch im Januar», sagt Adrian Aebischer. «An Orten, an denen die Milane gefüttert werden, können die Vögel auch bei Schnee überwintern. Wenn über Sulgen immer wieder viele Rotmilane gleichzeitig kreisen, kann es daran liegen, dass sie gefüttert werden. Zum Thema Fütterung gäbe es vieles zu erzählen», sagt der Fachmann. Kurz zusammengefasst meint er: «Wenn man Greifvögel nicht füttert, ist es nicht so schlimm. Wenn man sie füttert, aber auch nicht.» Dazu müsse man wissen, dass das Füttern von Greifvögeln in fast allen Kantonen, so auch im Thurgau, erlaubt sei. Das Füttern von Säugetieren ist hingegen verboten. «Selbstverständlich muss beim Füttern von Greifvögeln darauf verzichtet werden, behandeltes Fleisch, Fleisch von kranken Tieren oder mit Antibiotika versehenes Fleisch zu verfüttern. Wichtig scheint mir zudem, dass nach der Fütterung kein Futter am Boden liegen bleibt. Sonst wurde offenbar zu viel gefüttert», sagt Aebischer. Auch betreffend Fauna habe er weder in der Schweiz noch in den Nachbarländern von Problemen gehört, die durch solche Fütterungen entstanden wären. Würden Greifvögel in einem Wohnquartier gefüttert, komme es allerdings vor, dass dies nicht alle Nachbarn goutieren würden. Bestand nimmt zu In den letzten Jahrzehnten haben in der Schweiz sowohl der Brutbestand wie auch der Winterbestand des Rotmilans zugenommen. «Es ist wahrscheinlich, dass die Sterberate der Rotmilane durch die Fütterung gesenkt wird, da sie sich den Gefahren des Fluges nach Südeuropa nicht mehr aussetzen», sagt Adrian Aebischer. «Auf dem Weg dorthin lauern viele Gefahren, dazu gehören nachweislich auch viele Vergiftungen und Abschüsse.» GZA/AZA 8583 Sulgen Post CH AG Adressberichtigung melden! Amtliches Publikationsorgan für Sulgen, Bürglen, Kradolf-Schönenberg, Erlen, Anzeiger für Birwinken und Hohentannen. Redaktion und Verlag: Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 00, E-Mail redaktion@neueranzeiger.ch, Aboservice: Telefon 071 644 91 00, E-Mail abo@neueranzeiger.ch, Inserate: medienwerkstatt ag, Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 03, E-Mail inserate@neueranzeiger.ch

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