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Neuer Anzeiger 21 Februar 2014

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Seite 10 NEUER ANZEIGER für das AachThurLand und die Region Bürglen Freitag, 21. Februar 2014 % 5-Tage-Tiefpreisgarantie 30-Tage-Umtauschrecht Schneller Liefer- und Installationsservice Garantieverlängerungen Mieten statt kaufen Rundum-Vollservice mit Zufriedenheitsgarantie Schneller Reparaturservice Testen vor dem Kaufen Haben wir nicht, gibts nicht Kompetente Bedarfsanalyse und Top-Beratung Alle Geräte im direkten Vergleich Infos und Adressen: 0848 559 111 oder www.fust.ch % % S A AL E nur % 199.– statt 299.– Sie sparen 33% Passt in jede Küche Klein- Geschirrspüler KGS 609 E • Ausgestattet mit 6 Spülprogrammen Art. Nr. 100201 E % % Exclusivité nur 1099.– Aktionspreis Auch in schwarz erhältlich % % S A AL E % Einbau- Geschirrspüler GA 555 iF • 30 Minuten Kurzprogramm • Frontplatte gegen Aufpreis Art. Nr. 159836 E % Letzte Tage! nur 1995.– Tiefpreisgarantie Einbau-Geschirrspüler BAUGESUCH Bauherr: Baumann Serge, Oberdorfstrasse 14, 9215 Schönenberg Grundeigentümer: Baumann Serge, Oberdorfstrasse 14, 9215 Schönenberg Grundstück: Parzelle Nr. 633 / 106, Hinterdorfstrasse, Schönenberg Bauvorhaben: Aufstockung Gewerbeteil und Umnutzung Hühnerstall zu Lager, Einstellhalle Auflagefrist: 21. Februar bis 13. März 2014 Die Pläne liegen bei der Bauverwaltung, Thurbruggstr. 11a, 9215 Schönenberg, zur Einsicht auf. Einsprachen sind während der Auflagefrist schriftlich und begründet an den Gemeinderat Kradolf-Schönenberg, Postfach 73, 9215 Schönenberg, einzureichen. 19.2.2014/sd Bauverwaltung Kradolf-Schönenberg G 25705 SCI BW • Automatikprogramme und BG_Baumann.indd 1 20.02.14 08:19 Autosensor • Frontplatte gegen Aufpreis Art. Nr. 216455 FR. 0.— FüR MehR zusatz­ Leistungen! ab 24.02.2014 SenSationell – DaS angebot ab Frühling 2014 unD alleS ohne mehrkoSten! 9 Über 50 digitale HD-Sender 9 Über 160 digitale TV-Sender 9 Über 118 digitale Radiosender 9 30 analoge TV-Sender 9 56 analoge UKW–Radioprogramme 9 Zeitversetztes TV-Vergnügen 9 HbbTV-Angebote der Sendeanstalten 9 Eigenes HbbTV-Angebot mit Replay-Funktion Telekabel Bischofszell AG, Tel. 071 424 00 14, www.teleb.ch www.freuedichdarauf.ch Wir überraschen Sie mit kostenlosen Zusatzleistungen.

Freitag, 21. Februar 2014 NEUER ANZEIGER für das AachThurLand und die Region Bürglen Seite 11 Sulgen Erlen «Noch weit vom Ideal entfernt» Erlen. Der Erler Biogärtner Markus Neubauer tritt im März als Co-Präsident von Bioterra zurück. Der 53-Jährige freut sich über die erzielten Fortschritte. Er beklagt aber auch die nach wie vor unzureichende Toleranz gegenüber der Natur. Herr Neubauer, warum geben Sie Ihre Funktion nach sechs Jahren ab? Haben Sie resigniert? Markus Neubauer: Nein. Da ist Bio eine zu grosse Erfolgsgeschichte. Als ich als Biogärtner begonnen habe, gab es in der Schweiz 389 Biobetriebe, heute sind es über 6000. Ich ziehe mich zurück, weil ich finde, dass die Zeit für einen Wechsel reif ist. Ich verkörpere ja noch die Pioniergeneration. Zudem habe ich Lust, mich nach insgesamt 16 Jahren Vorstandstätigkeit auch anderen Dingen widmen zu können. Bioterra beziehungsweise die Vorgängerorganisation wurde vor mehr als 60 Jahren gegründet. Ist es nicht frustrierend, dass der Verein immer noch eine Existenzberechtigung hat? Neubauer: Das Thema «Bio» hat heute eine breite Akzeptanz. Das ist erfreulich. Wenn ich mir aber ansehe, wie Gärten und Freiräume im Siedlungsbereich gestaltet werden, wird mir bewusst, dass es noch sehr viel zu tun gibt. Was Lebensraum und Biodiversität anbelangt, sind manche Gärten – nicht zuletzt öffentliche – noch sehr weit von jenem Ideal entfernt, das wir anstreben. Angesichts dessen kommt dann schon ein gewisser Frust auf. An den Zielen von Bioterra müssten doch viel mehr Menschen Interesse haben. Woran hapert es? Neubauer: Wir stellen fest, dass «ein bisschen Bio» sofort mehrheitsfähig ist. Sobald es jedoch um die konsequente Umstellung geht, schrecken immer noch viele davor zurück. Wir sind nicht die einzige Organisation auf dem Gebiet der Lebensraumgestaltung. Ich bin zuversichtlich und glaube, dass wir unser Potenzial noch nicht ausgeschöpft haben. Markus Neubauer: «Bio ist eine umfassende Idee.» Was hat denn Sie einst bewogen, auf die Karte «Bio» zu setzen? Neubauer: Als ich den elterlichen Betrieb übernommen habe, erfolgte sofort die Umstellung auf Bio. Meine Frau und ich wollten unsere Ideale umsetzen. Zum Glück war mein Vater diesbezüglich tolerant. Von Berufskollegen musste er sich aber bemitleiden lassen. Sie hielten das Ganze für eine Schnapsidee und sagten mein baldiges Scheitern voraus. Bioterra Bioterra wurde 1947 als Schweizerische Gesellschaft für Biologischen Landbau (SGBL) gegründet. Im Jahr 2008 erfolgte der Zusammenschluss mit dem Verband Natur Garten und dem Verein Schweizer Biogärtnereien. Bioterra ist Gründungsmitglied von Bio Suisse und hat heute rund 13 000 Mitglieder. (st) Bild: Reto Martin Heute ist Bio aber chic und in allen Gesellschaftsschichten salonfähig. Neubauer: Ja, das ist so. Früher standen wir in der linken Ecke, jetzt zählen wir zu den Wertkonservativen. Auf den grössten Widerstand stossen wir bei den Wachstumsgläubigen. Bio impliziert nicht das Grösserwerden um jeden Preis, sondern das Masshalten, das Suchen nach dem Gleichgewicht. Die Verfechter der Bio-Philosophie sind überzeugt, dass die Menschheit durchaus gut ernährt werden kann mit dem, was die Natur nachhaltig hergibt. Teilen Sie die Ansicht, dass es auch Bio- Angebote gibt, die nicht über jeden Zweifel erhaben sind? Neubauer: Schwarze Schafe gibt es überall. Biobauern und Biogärtner sind normale Menschen mit Stärken und Schwächen. Wir wollen unsere Arbeit so gut wie möglich machen. Uns ist bewusst, dass wir im Schaufenster stehen und kritisch beobachtet werden. Die hohen Erwartungen der Gesellschaft an die Biobewegung sind eine Herausforderung. Was raten Sie Konsumenten, denen es wichtig ist, dass dem Bio-Gedanken wirklich nachgelebt wird? Neubauer: Soweit das möglich ist, sollte man nicht nur das Produkt, sondern auch das Umfeld in die Überlegungen mit einbeziehen. Wichtige Fragen betreffen zum Beispiel die Arbeitsbedingungen für das Personal, die Produktionsweise und die Art des Transports. Bio ist eine umfassende Idee, die nicht nur das Produkt alleine betrifft. Bioterra hat ein ausführliches Leitbild. In welchen Bereichen ist bisher am meisten erreicht worden? Neubauer: Bei der Verbindung von Menschen, die aus Überzeugung und Freude umweltschonend leben wollen, haben wir meiner Meinung nach schon viel zustande gebracht. Den grössten Nachholbedarf sehe ich, wie eingangs angesprochen, bei der Gestaltung vielfältiger Lebensräume. In der Schweiz neigen die Menschen dazu, alles unter ihre Kontrolle bringen zu wollen. Es fehlt oft an der Gelassenheit und Toleranz gegenüber der Natur. Darum ist es mir ein ganz grosses Anliegen, der Lebensfreundlichkeit im wortwörtlichen Sinn zum Durchbruch zu verhelfen. Wie fällt Ihr Resümee als Co-Präsident von Bioterra aus? Neubauer: Es war eine ungemein spannende Herausforderung, in dieser Phase die Bewegung mitgestalten zu dürfen. Ich verspüre eine grosse Dankbarkeit. Früher, als Forschungsanstalten noch kein grosses Interesse an der Thematik hatten, waren die Biogärtner federführend. Mein Engagement war nicht immer lustig; es hat mir auch einige graue Haare beschert. Bereut habe ich es jedoch nie, diesen Weg eingeschlagen zu haben. Der Zeitpunkt, das Steuer in andere Hände zu legen, ist günstig. Bioterra ist als Verein gut aufgestellt. Interview: Georg Stelzner

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