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Neuer Anzeiger 21. August 2020

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Seite 4 NEUER ANZEIGER

Seite 4 NEUER ANZEIGER für das AachThurLand und die Region Bürglen Freitag, 21. August 2020 5 eidg. Abstimmungsvorlagen am 27. September 2020 Wissenswertes, Vielseitiges, Gegensätzliches bietet Ihnen die SP AachThurLand Abstimmungsstamm Öffentlicher Informationsabend Dienstag, 25. August 2020, 19:30 Uhr Kirchenzentrum Kradolf, Neueckstrasse 11 «Kinderabzugs - Bschiss» Einführung: Urs Bösiger, Sulgen «Kampfflieger - Beschaffung» Einführung: Peter Roduner, Erlen «Vaterschaftsurlaub» Einführung: Mara Berger, Sulgen «Jagdgesetz» Einführung: Renate Bruggmann, Kradolf «Begrenzungsinitiative der SVP» Einführung: Alex Granato, Götighofen Informationen – Fragen – Diskussion Mittwoch, 26. August 2020 Altpapier- und Kartonsammlung in Bürglen und Istighofen durch die Volksschule Bürglen Wir bitten Sie, Zeitungen/Zeitschriften/Illustrierte und Prospekte gebündelt, geschnetzelte Akten in separaten Säcken gut sichtbar bis 7.30 Uhr bereitzustellen. Papier in Tragtaschen, Plastiksäcken und Schachteln wird nicht mitgenommen. Am Sammeltag ist es möglich, gebündeltes und loses Papier und Karton direkt an der Sammelstelle beim Bahnhof abzugeben. Nicht ins Altpapier gehören: Alle Haushaltpapiere (Butter, Käse, Wurst, Fleisch etc.), Papiertaschentücher, Windeln, Milch- und Milchprodukte-Verpackungen, Ordner, Fensterkuverts, Etiketten, mit Kunststoff beschichtete Verpackungen u.a.m. Ältere oder gehbehinderte Einwohner wenden sich an Telefon 071 634 85 75. Wer kein Halbtaxabonnement besitzt, fährt mit der Tageskarte Gemeinde zum Beispiel rund Fr. 42.– billiger nach Luzern und zurück. Online-Reservation unter: www.buerglen-tg.ch Freundlich lädt ein: SP AachThurLand Geschäftsdrucksachen, Flyer, Magazine, personalisierte Mailings drucken Spital Thurgau, Neuer Anzeiger, LISTA, Munz AG, ISA bodywear, und Bernina bei uns. Ihre Druckerei in Sulgen t +41 71 644 91 91, www.medienwerkstatt-ag.ch

Freitag, 21. August 2020 NEUER ANZEIGER für das AachThurLand und die Region Bürglen Seite 5 Sulgen Nachwuchs für den grossen «Smiley» Sulgen. Andrea Wittwer träumt davon, die Ausbildung zur Heissluftballonpilotin zu absolvieren. Mit dem Bau eines eigenen Modell-Ballons ist sie ihrem Traum ein Stück nähergekommen. Monika Wick Der Stoff, aus dem Träume gemacht sind, ist in Andrea Wittwers Fall Nylon. Im Rahmen einer Projektarbeit im letzten Schuljahr an der Sekundarschule Befang hat die 15-jährige Sulgerin aus dem synthetischen Gewebe einen Modell-Ballon gefertigt. Familiär vorbelastet Ihre Begeisterung für Heissluftballone kommt nicht von ungefähr. «Ich bin damit aufgewachsen. Mein Vater ist seit über 25 Jahren Ballonpilot. Ich durfte ihn schon oft begleiten und habe von ihm schon viel über das Ballonfahren gelernt», erklärt Andrea Wittwer, die vor Kurzem eine Ausbildung zur Kauffrau auf der Gemeindekanzlei in Sulgen begonnen hat. «Als kleines Mädchen habe ich jeweils aus dem Ausstiegsloch hinausgeschaut, weil ich zu klein war, um über den Rand des Korbes zu sehen», erinnert sie sich. Die Wahl ihrer Projektarbeit fiel Andrea Wittwer nicht leicht. Kaum war die Idee geboren, war sie aber nicht mehr zu bremsen. Zudem war sofort klar, dass ihr Ballon eine Miniaturausgabe des legendären «Smiley-Ballons» von Vater Marcel werden sollte. Marcel Wittwer war es auch, der ihr zur Vorbereitung eine Betriebsführung in der Ballonmanufaktur Schroeder im deutschen Schweich ermöglichte. «Mit meinem Projekt bin ich bei der Firma auf offene Ohren gestossen. Sie haben darauf die Masse vom grossen Ballon meines Vaters computertechnisch reduziert und die Stoffbahnen zugeschnitten», erklärt sie. Danach war Andrea Wittwer, die mit ihren Eltern und den beiden jüngeren Geschwistern im Sulger Oberdorf wohnt, auf sich alleine gestellt. Eine strenge Arbeitswoche Mit 384 Einzelteilen im Gepäck reiste sie ins luzernische Buchrain, um in einem Ballonunterhaltsbetrieb während einer Woche die Einzelteile nach Vorlage zusammenzunähen. «Das dauerte 42 Stunden und war sehr anspruchsvoll und anstrengend», sagt Andrea Wittwer. Ihre Arbeit am Modell-Ballon dokumentierte Der Modell-Smiley von Andrea Wittwer neben dem Original ihres Vaters. Andrea Wittwer in einer umfangreichen schriftlichen Arbeit. In ihr finden sich auch die Geschichte der Ballonfahrt, physikalische Hintergründe oder eine Reflexion. Mit dem Ergebnis ist sie sehr zufrieden. Als Highlight bezeichnet sie den Moment, als sie den Modell-Ballon zum ersten Mal aufstellen konnte. Wie das grosse Vorbild verfügt der Modell-Ballon über einen Korb mit Gasbrenner. Zum Transport von Personen taugt der Modell-Ballon mit einem Volumen von 90 Kubikmetern aber nicht. Er Andrea Wittwer. Bild: mwg lässt sich mittels einer Fernsteuerung lenken. Dafür ist er hilfreich bei der Ausbildung zur Ballonpilotin, die Andrea Wittwer unbedingt absolvieren möchte. Dank des Modells können verschiedene Funktionen wie die Handhabung oder die Reaktionen auf das Gassystem trainiert werden. Lehre hat Vorrang Bild: pd «Die Ausbildung ist sehr intensiv und anspruchsvoll. Die Lehre auf der Gemeinde steht momentan im Vordergrund», stellt Marcel Wittwer klar. Andrea Wittwers Ziel ist es, mit zwanzig Jahren die Pilotenausbildung im Sack zu haben. Damit würde sie ihrem Vater den Rang des jüngsten Ballonpiloten der Schweiz streitig machen. «Das Ballonfahren gehört zu meinem Leben und ich freue mich sehr, dass Andrea diese Leidenschaft teilt», sagt Marcel Wittwer. Dass die Präsentation der Projekte der Abschlussklässler in diesem Jahr wegen der Coronapandemie ins Wasser fiel, bedauert Andrea Wittwer sehr. «Es hatte so viele aussergewöhnliche, aufwendige und tolle Projekte darunter», sagt sie. Kolumne Ein Hoch auf die Sinnlosigkeit! «Das Gefühl der Absurdität kann an jeder beliebigen Strassenecke jeden beliebigen Menschen anspringen. Es ist in seiner trostlosen Nacktheit, in seinem glanzlosen Licht nicht zu fassen», schrieb der Philosoph Albert Camus in seinem berühmtesten Werk «Der Mythos des Sisyphos». Mit dem Begriff der Absurdität beschreibt er die Sinnlosigkeit des Lebens. Die meisten Menschen stellen sich nicht selten die Frage, was der Sinn des Lebens ist und wozu ihre Taten führen. Laut Albert Camus gibt es einen Sinn gar nicht: Man schläft, isst, geht arbeiten und wiederholt dies Tag für Tag. Und irgendwann stelle man sich die Frage nach dem Warum. Entweder könne man damit leben lernen, keine Antwort zu haben oder an der Frage verzweifeln. Diese Sichtweise fand ich zunächst ziemlich traurig. Hat sich die Natur solch raffinierte Überlebensstrategien für die verschiedenen Lebewesen ausgedacht, ohne dass das Leben überhaupt einen Sinn ergibt? Jetzt bin ich fasziniert von Albert Camus’ Überlegungen. Ich finde, die Vorstellung, dass das Leben keinen Sinn ergeben muss, nimmt enorm viel Druck von mir. Zu wissen, dass ich rein sachlich betrachtet nichts verspielen kann, weil es nichts zu verspielen gibt, ist beruhigend. Man kann nur gewinnen. Denn nur, weil das Universum keinen Weg für einen vorgesehen hat, heisst das nicht, dass man auf der Stelle stehen bleiben muss. Geh deinen eigenen Weg, gib deinem Leben selbst einen Sinn! Und wenn etwas einmal nicht klappt, ist das nicht schlimm. Alles kann, nichts muss. Und ausserdem kann man so vieles erleben und machen, wenn man sich nicht immer erst überlegt, wie sinnvoll ein Vorhaben nun ist. Ich schreibe diese Kolumne, weil es mir Spass macht. Würde ich danach gehen, wie sinnvoll es ist, irgendwo meine Gedanken zu veröffentlichen, und ob diejenigen, die sie lesen, etwas davon halten, hätte ich diesen Text wahrscheinlich gar nicht geschrieben. Ein Hoch also auf die Sinnlosigkeit! Tabea Wick

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