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Neuer Anzeiger 2 Juli 2013

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Seite 8 NEUER ANZEIGER

Seite 8 NEUER ANZEIGER für das AachThurLand und die Region Bürglen Dienstag, 2. Juli 2013 Agenda Dienstag, 2. Juli Sulgen • Bibliothek Region Sulgen, 16.30 – 19.30 Uhr, Poststrasse 2a • Ausserordentliche Versammlung Primarschulgemeinde Sulgen, 20 Uhr, Singsaal, Schulhaus Oberdorf Bürglen • Ludothek, 15 – 17.30 Uhr, im Raiffeisenbank-Gebäude (Eingang Süd) Mittwoch, 3. Juli Sulgen • Bibliothek Region Sulgen, 13.30 – 15.30 Uhr, Poststrasse 2a • Offene Jugendarbeit «Common», 15 – 21 Uhr, Auholzsaal Donnerstag, 4. Juli Bürglen • Übung «Rund ums Wasser» (mit Badehose), Samariter Jugendgruppe HELP, 18.30 – 20 Uhr, Treffpunkt Feuerwehrdepot Erlen • Monatsübung Samariterverein Erlen und Umgebung gemeinsam mit dem Samariterverein Sulgen, 19.30 Uhr, Gemeindehaus Erlen. Die Übung ist öffentlich. Alle Personen, die unverbindlich schnuppern möchten, sind sehr willkommen. Weitere Auskünfte zum Anlass erteilt Hansjörg Steffen, Tel. 078 860 76 87 Freitag, 5. Juli Bürglen • Ludothek, 17 – 19 Uhr, im Raiffeisenbank-Gebäude (Eingang Süd) • Konzert Steelband «thurpan», ab 19.30 Uhr, bei trockenem Wetter vor dem Le Clou Kradolf • Seniorenmittagstisch, 11.30 Uhr, Wohn- und Pflegeheim Rosengarten Kradolf (Anmeldung Tel. 071 642 32 23) Sulgen • Bibliothek Region Sulgen, 16 – 18 Uhr, Poststrasse 2a • Offene Jugendarbeit «Common», 19 – 22 Uhr, Auholzsaal Letzte Seite Sicherheit hat höchste Priorität Sulgen. Der Bahnhof Sulgen ist derzeit eine Baustelle. Keine grosse, aber eine spezielle: Bei vollständiger Aufrechterhaltung des Betriebs ersetzen Bauarbeiter die Treppe von der Unterführung Hauptstrasse zum Mittelperron durch eine Rampe. Georg Stelzner Seit Ende Februar laufen die Arbeiten für den behindertengerechten Umbau des Sulger Bahnhofs. Die SBB investieren rund eine Million Franken in dieses Projekt. «Die grösste Herausforderung besteht darin, dass der Zugsverkehr von den Bauarbeiten nicht beeinträchtigt werden darf und die Sicherheit jederzeit gewährleistet sein muss», sagt Gesamtprojektleiter Andreas Bögre. Erschwerend komme hinzu, dass es sich um eine sogenannte «Inselbaustelle» zwischen zwei Bahngleisen handle, die den Einsatz grös serer Geräte und Maschinen verunmögliche. «Deshalb können die Arbeiten hier auch nicht so schnell ausgeführt werden wie auf einem gewöhnlichen Bauplatz», erklärt Bögre. Geringe Verzögerung Das Ziel, die neue Rampe im Juli in Betrieb zu nehmen, werde man verfehlen, räumt Bögre ein. Der momentane Rückstand auf den ursprünglichen Terminplan betrage vier Wochen. Man habe das Bauprogramm angepasst. Seither verliefen die Arbeiten planmässig. Auch habe sich bisher kein Unfall ereignet. Bögre ist zuversichtlich, dass das so bleiben wird. Für die Verzögerung verantwortlich sind verschiedene Faktoren. So stiessen die Bauarbeiter auf Erdreich, das durch Dieselöl kontaminiert war. Dieses unerwartete Ereignis erforderte zunächst Abklärungen und danach eine fachgerechte Entsorgung des belasteten Materials (rund 10 Kubikmeter). Die Wände des Aufgangs zum Mittelperron waren mit Beton hinterfüllt, dessen Entfernung sich als mühsames Unterfangen erwies. Dann mussten Stahlplatten montiert werden, um ein Wegrutschen des Schotters aus dem Schienenbett zu verhindern. Zudem waren die Stufen aus massivem Beton fast doppelt so gross als angenommen. Die herrschende Kälte zu Beginn, als das Thermometer häufig Temperaturen deutlich unter null Grad anzeigte, erschwerte das Arbeiten auf der Baustelle Sicherheitswärterin Ruth Strässle achtet darauf, dass alle Arbeiter rechtzeitig die Gefahrenzonen verlassen. zusätzlich. So kam es immer wieder vor, dass Wasserleitungen nachts einfroren. «Das Team unter Polier Christoph Hausammann hat sich dadurch aber nicht beirren lassen; das sind ausnahmslos harte Männer», spart Bögre nicht mit Lob. Frau mit weissem Helm Das Projekt Das Behindertengleichstellungsgesetz verlangt, dass der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln auch für Personen mit einer körperlichen Behinderung ab 2023 überall gewährleistet sein muss. Auf dem Bahnhof Sulgen ist das derzeit nicht der Fall. Die SBB ersetzen daher die bisherige, aus 33 Stufen bestehende Treppe von der Unterführung Hauptstrasse zum Mittelperron durch eine Rampe aus Hartbeton. Diese ist 43,3 Meter lang und 2,5 Meter breit. Das Gefälle beträgt im überdachten Bereich 12 Prozent, im Freien noch 10 Prozent. Die Inbetriebnahme der neuen Rampe ist für Mitte August 2013 vorgesehen. (st) Bevor sie ihre Tätigkeit aufgenommen haben, wurden die fünf Arbeiter ausführlich über Sicherheitsfragen instruiert. «Unter Bedingungen wie hier ist eine erhöhte Disziplin nötig», betont Bögre. Schon bei der Ausschreibung des Auftrags spiele dieser Aspekt eine Rolle. Man achte darauf, dass nach Möglichkeit Leute zum Einsatz kommen, die bereits Erfahrungen mit Baustellen dieser Art haben. Spezielle Anforderungen würden an den Polier gestellt. Eine wichtige Rolle hat nach den Worten des Gesamtprojektleiters Ruth Strässle inne. Sie fungiert auf der Baustelle als Sicherheitswärterin, ist also dafür verantwortlich, dass im Bereich der Baustelle niemand zu Schaden kommt. Ohne ihr Einverständnis darf zum Beispiel kein Arbeiter die Gleise überqueren. Ruth Strässle trägt als einzige auf der Baustelle einen weissen Helm. Damit ist sie schon von weitem gut erkennbar. Ist die Sicherheitswärterin vor Ort, kann der Lokführer davon ausgehen, dass die neuralgische Stelle gesichert ist und sein Zug gefahrlos passieren kann. Die Kommunikation erfolgt mittels Handzeichen und Lichtsignal. Arbeiten in der Nacht Bild: Donato Caspari Wegen des Einsatzes einer Bohrmaschine musste im März und in der ersten Aprilwoche auch nachts gearbeitet werden. Das Gleiche wird im August, wenn ein Gleisbagger gebraucht wird, in sieben weiteren Nächten nötig sein. Aufgrund der engen Platzverhältnisse müssen die Gleise 2 und 3 für den Zugsverkehr wieder gesperrt werden; etwas, das aus betrieblichen Gründen nur in den Nachtstunden möglich ist. Den SBB sei es ein Anliegen, die Anwohner im Umkreis von rund 200 Metern schriftlich über die zu erwartende Störung der Nachtruhe zu informieren, führt Bögre aus. Diese Massnahme bewähre sich auch in Sulgen. «Beschwerden hat es bis jetzt noch keine gegeben. Die Leute haben Verständnis.»

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