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Neuer Anzeiger 14. April 2022

Neuer Anzeiger 14. April

Bürglen, Seite 3 Beim Produzenten Nächsten Donnerstag besichtigt das Bürgler Forum den landwirtschaftlichen Betrieb Holzhof der Familie Wartmann. Anmeldeschluss ist am 19. April. Bürglen, Seite 5 Im Takt «Fritigsgnuss» heisst das Tanzvergnügen, das die Schwestern Vanessa Meijer und Jessica Scherrer-Eigenmann freitags im Sun Dance anbieten. Kradolf, Seite 8 Auf dem Rad Jörg Heierli war 18 Monate lang mit seinem Fahrrad in Afrika unterwegs. Was er erlebt hat, präsentiert er in Bildern und Worten am Freitag, 22. April. Schönenberg a. D. Thur — 071 642 49 49 kleinrigi.ch Donnerstag, 14. April 2022, Nr. 15, 31. Jahrgang NEUER ANZEIGER Die Zeitung für das AachThurLand und die Region Bürglen Frohe Ostern – hoffen wir das Beste! Innerhalb weniger Wochen ist unsere Welt eine völlig andere geworden. Alltägliche Sorgen, aber auch weltweite Probleme wie der Klimawandel sind in den Hintergrund getreten; es herrscht Krieg in Europa. Unerwartet, mit ungeahnter Wucht und unglaublich schnell ist dieser heimtückische Überfall der russischen Armee über die Ukraine hereingebrochen. Plötzlich sind wir in einer Situation, die wir nicht kannten, deren Ausgang ungewiss ist und die vielen von uns grosse Angst macht. Daran, dass der bewaffnete Konflikt zu einem dritten Weltkrieg führen könnte, mögen wir gar nicht denken. Wohl wissen manche von uns aus persönlichen Erfahrungen, wie es sich anfühlt, wenn der Boden unter den Füssen wegbricht. Nun betrifft es uns alle, auch hier in der Schweiz, wo wir das Glück hatten, nach dem zweiten Weltkrieg in einer stabilen, friedlichen, berechenbaren Welt mit hohem Wohlstand und in Frieden leben zu dürfen. Die Ohnmacht macht uns zu schaffen; wir wissen nicht, wie sich die ganze Angelegenheit noch entwickeln wird. Millionen von Menschen sind auf der Flucht – auch zu uns – und die wirtschaftlichen Folgen dieses Krieges werden schwerwiegend sein. In einem neuen Ausmass erfahren wir, wie unsicher und ungewiss unser Dasein ist. Da können Geschichten, Worte und Gebete aus alter Zeit plötzlich einen neuen Klang und eine neue Aktualität erhalten. Dass die Bibel dem Leiden und der Tatsache, dass Gott auch dann da ist und bleibt, einen breiten Raum gibt, ist eben nicht einfach etwas Altmodisches und Freudloses, das nicht mehr in unsere Zeit passt. Sondern es ist brandaktuell und vor allem etwas, das auch in diesen Tagen tragen, trösten und Hoffnung geben kann. Mir persönlich ist in den vergangenen Wochen besonders der Jesus der Passionszeit nochmals auf eine neue Art nahegekommen. «Seid gewiss: Ich bin bei euch, alle Tage, bis an das Ende der Welt.» (Matth. 28,20), sagt uns Jesus in der Bibel ganz am Schluss des Matthäusevangeliums. Diese kurzen, eingängigen und für mich so berührenden Worte, die das Evangelium nicht zufällig beschliessen, fassen zusammen, worauf es letztlich ankommt: Da ist einer, der auch im grössten Elend und der grössten Not da ist und der das nicht einfach nur behauptet, sondern der das mit seinem Leben selber Bild: Ute Hermann durchlebt hat: Die Einsamkeit, die Ungewissheit, die übermächtige Angst, den Schmerz, und schliesslich den Tod. Und der an diesem äussersten Ende erfahren durfte, dass Gott ihn und uns alle bei seinem Namen ruft und uns zusagt, dass wir zu ihm gehören. Gott ist da, auch wenn alles zu Ende scheint. Dass Gott in Jesus Christus alle Tage, auch bis ans letzte Ende, für uns da ist, bedeutet aber auch, dass wir aufgerufen sind, selber in seinem Sinn zu handeln. Wir können als Menschen so unendlich viel tun – und das Wunderbare ist, wir können es nicht nur, viele von uns tun es schon seit Wochen. Die vielen Friedensdemonstrationen auf der ganzen Welt, aber auch die grosse Solidarität gegenüber der Ukraine und den flüchtenden Frauen und Kindern gegenüber ist beeindruckend. «Hoffen wir das Beste!» – Diese Aussage, diesen Wunsch höre ich in letzter Zeit aufgrund der eingetretenen Kriegssituation immer häufiger. Aber was ist das Beste, das wir erhoffen können? Hoffnung – das ist ja etwas, das ein Mensch braucht, um leben zu können. Es ist eine Art positive Erwartung an das Leben, dass es lebenswert und wieder besser wird. «Die Hoffnung stirbt zuletzt», heisst es zudem im Volksmund. Das bedeutet, dass auch in schwierigen Lebenslagen noch etwas wie ein Urvertrauen da ist, dass es irgendwie weiter geht, dass sich doch noch alles zum Guten wendet. Ostern heisst auch: Unsere Hoffnung beruht auf den Versprechungen Gottes. Darauf, dass er seine neue Erde und seinen neuen Himmel gründen wird, dass Gott alle unsere Tränen abwischen und es kein Leid, keinen Schmerz und kein Geschrei mehr geben wird. Hoffnung hat immer etwas mit Vertrauen zu tun. Unsere Hoffnung trägt einen Namen: Jesus Christus. Der feste Grund für unsere Hoffnung ist die gute Nachricht, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Jesus lebt – deshalb ist auch unsere Hoffnung lebendig. Das wirkt hinein in unser tägliches Leben und macht die gegenwärtige Situation erträglicher. Darum: Bewahren wir uns unsere Hoffnung! Denn wir alle dürfen wissen: Ostern ist das Fest, wo Gott selber uns entgegengekommen ist. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, allen Umständen zum Trotz: Frohe Ostern – hoffen wir das Beste! Pfarrer Bruno Ammann, Evangelische Kirchgemeinde Bürglen GZA/AZA 8583 Sulgen Post CH AG Adressberichtigung melden! Amtliches Publikationsorgan für Sulgen, Bürglen, Kradolf-Schönenberg, Erlen, Anzeiger für Birwinken und Hohentannen. Redaktion und Verlag: Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 00, E-Mail redaktion@neueranzeiger.ch, Aboservice: Telefon 071 644 91 00, E-Mail abo@neueranzeiger.ch, Inserate: medienwerkstatt ag, Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 03, E-Mail inserate@neueranzeiger.ch

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