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Neuer Anzeiger 1. April 2021

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Neuer Anzeiger 1. April

Neukirch, Seite 3 Neue Einrichtung Die Kirchgemeinde Neukirch an der Thur hat ihren Jugendraum renoviert und bekommt dafür einen Impulspreis für engagierte Jugendarbeit. Götighofen, Seite 5 Neue Gestaltung Bei der Schule Götighofen wird der Aussenraum neu gestaltet. Im Rahmen einer Projektwoche helfen alle Schülerinnen und Schüler fleissig mit. Kradolf, Seite 9 Neue Ausrichtung Letzte Woche sind die Bewohner des Tertianums Rosengarten ausgezogen. Die Institution spezialisiert sich auf Alterspsychiatrie in der Langzeitpflege. NACHHALTIG ENTS RGEN Auch samstags von 9-12 Uhr geöffnet Muldenzentrale OTG AG Buchenhölzlistrasse 6 | 8580 Amriswil Tel 071 414 33 33 | www.muldenzentrale-otg.ch Donnerstag, 1. April 2021, Nr. 13, 30. Jahrgang NEUER ANZEIGER Die Zeitung für das AachThurLand und die Region Bürglen Das Licht besiegt die Dunkelheit Im Mittelalter grassierte in Europa eine Krankheit, die man heute Ergotismus nennt. Sie wurde durch Absorption von Mutterkorn, einem Pilz, hervorgerufen und erst in späteren Jahrhunderten identifiziert. Zu den Symptomen zählten Anfälle, Krämpfe, Halluzinationen und der sogenannte Gangrän der Glieder, der Amputationen bei den Kranken notwendig machte. Der 1297 gegründete Antoniterorden kümmerte sich um die Menschen, die am Antoniusfieber – so nannte man die Krankheit damals – litten. Für viele Menschen bot die Ordensgemeinschaft Hilfe und Trost. Die Anrufung des heiligen Antonius galt lange Zeit als einziges Hilfsmittel gegen diese Seuche. In dieser Zeit errichtete der Orden in Isenheim, in der Nähe der elsässischen Stadt Colmar, ein Hospiz, wo Kranke gepflegt werden konnten. Der Antoniterorden gab später für das Hospiz einen Flügelaltar in Auftrag, der unter der Bezeichnung «Isenheimer Altar von Mathias Grünewald» als Juwel in die Kunstgeschichte einging. Er ist heute im Unterlinden-Museum in Colmar zu besichtigen. Eines Besseren belehrt Seit mittlerweile über einem Jahr leiden wir heute an der Coronakrise, die unser ganzes Leben in Beschlag nimmt. Ich gebe zu, ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass in unserer technisierten Welt ein Virus nicht in den Griff zu bekommen ist und allein in Europa Hunderttausende Todesopfer fordert. Dass unser gesellschaftliches Leben aus den Fugen gerät und Selbstverständlichkeiten von früher zu momentan unerreichbaren Zielen der Sehnsucht werden. Wie viele andere bin ich eines Besseren belehrt worden. Krankheiten und Seuchen bleiben ein Angriff auf uns Menschen, denen wir Auferstehung Christi, Teil des Isenheimer Flügelaltars. zwar nicht hilflos ausgeliefert sind, die wir aber auch nicht besiegen und beseitigen werden, sondern Teil unserer Lebenswirklichkeit bleiben. In der Kreuzigungsszene des Flügelaltares konfrontiert uns Grünewald mit dem gequälten Christus am Kreuz. Am Leib des Gekreuzigten zeigen sich Spuren des Antoniusfeuers: Die Kreuzigung Bild: pd als Symbol der höllischen Krankheit. Hier wird kein souveräner Christus gezeigt, sondern ein Christus, der mitleidet mit uns, der wahrhaft Mensch ist. Einer von uns, der selbst erfahren hat, mit welchen Abgründen jeder Mensch mitunter konfrontiert ist. Viele von uns haben im Verlauf der Coronakrise Mitmenschen an den Tod verloren, andere haben mit existenziellen Sorgen zu kämpfen, den meisten von uns, insbesondere den Jungen und den Älteren, macht die auferlegte Kontaktbeschränkung schwer zu schaffen. Quellen der Hoffnung In diesen Zeiten der Pandemie suchen wir so nach Quellen der Hoffnung. Sie gibt es. Manch einer hat sich einen neuen Zugang zu den Wundern der Natur verschafft. Andere haben wieder mehr Zeit, vernachlässigte Beziehungen zu pflegen. Wieder andere sind auf dem Weg, religiöse Riten und Bräuche, die in Vergessenheit geraten sind, neu für sich zu entdecken. Ein Teil des Isenheimer Flügelaltars thematisiert die Auferstehung Christi. Das Bild, das wir auf dieser Seite abgebildet sehen, gilt als das strahlendste Auferstehungsbild der Kunstgeschichte. Eine starke Energie ist in einer Art Sonne am dunklen Himmel dargestellt. Das Haupt Christi ist wie mit einer Nabelschnur durch das Leinentuch noch mit dem Grab verbunden. Unten sehen wir Waffen und Kriegsknechte, oben den friedlichen Christus. Den Tod überwunden Seit jeher verbinden die Christen mit dem Licht das Gute, das Endgültige. So wie die Sonne die Dunkelheit der Nacht besiegt, so war es bereits die Überzeugung der ersten Christen nach Jesu Tod, dass Jesus Christus in der Auferstehung die Finsternis des Todes überwunden hat. Alles Leid der Welt wird so seine endgültige Bestimmung in der Konfrontation mit dem göttlichen Angesicht einst erhalten. Ich wünsche Ihnen ein frohes Osterfest. Martin Kohlbrenner, Gemeindeleiter Katholische Pfarrei St. Peter und Paul, Sulgen GZA/AZA 8583 Sulgen Post CH AG Adressberichtigung melden! Amtliches Publikationsorgan für Sulgen, Bürglen, Kradolf-Schönenberg, Erlen, Anzeiger für Birwinken und Hohentannen. Redaktion und Verlag: Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 00, E-Mail redaktion@neueranzeiger.ch, Aboservice: Telefon 071 644 91 00, E-Mail abo@neueranzeiger.ch, Inserate: medienwerkstatt ag, Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 03, E-Mail inserate@neueranzeiger.ch

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