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Neuer Anzeiger 9. April 2020

Neuer Anzeiger 9. April

Bürglen, Seite 5 Umstellung Ab Dienstag ist die Entsorgungsstelle beim Werkhof geschlossen. Container für Glas- und Alusammlung befinden sich auf der Westseite des Feuerwehrdepots. Kradolf/Sulgen, Seite 5 Musikgruss In den Kirchen werden keine Ostergottesdienste gefeiert. Die Kirchgemeinden bieten ein Bläserkonzert, das bei offenen Fenstern genossen werden kann. Erlen, Seite 9 Wochenende Die Jungschar der Evangelischen Kirche Erlen hat mit der Planung für ihr jährliches Weekend vom Samstag, 6., und Sonntag, 7. Juni, begonnen. Donnerstag, 9. April 2020, Nr. 14, 29. Jahrgang NEUER ANZEIGER Die Zeitung für das AachThurLand und die Region Bürglen Hoffnung heisst die Botschaft zu Ostern Beleuchtung des Matterhorns mit # hope (Hoffnung). Am 23. Mai findet der Weltschildkrötentag statt. Ein Tag, um der bedrohten Tierart zu gedenken. Am 21. Januar ist der Tag der Jogginghose, der Linkshänder wird am 13. August gedacht und den 25. Oktober sollten Sie auch nicht vergessen, denn dann ist der Internationale Weltnudeltag. Dies alles sind Aktionstage, sie sind Teil unseres Kalenders und werden zu Werbe- oder Naturschutzzwecken eingesetzt. Durch unterschiedliche Kundgebungen wird die Bevölkerung auf die Anliegen aufmerksam gemacht. Darüber hinaus kennen wir Gedenktage, an denen wir zum Beispiel Opfern von Terrorismus gedenken (11. März) oder eines historischen Ereignisses wie dem Genozid an den Armeniern (am 24. April). Eingereiht sind all diese Tage in unseren Kalender, um uns Trauriges wie auch Heiteres in Erinnerung zu rufen. Von einigen der hier erwähnten internationalen Tage wussten Sie wohl gar nicht, dass es sie gibt. Und wenn Sie nicht auf irgendeine Art eine Verbindung zu einem dieser Tage haben, werden Sie ihn auch wieder vergessen. Natürlich hat jeder Aktions- und Gedenktag seine Berechtigung, doch sind es unüberschaubar viele. Dazu kommen noch unsere persönlichen Feste wie Geburtstage, Hochzeitstage und Jubiläen. Wir alle haben in unserem Kalender unterschiedliche Tage, die uns wichtig sind. Ein Gedenktag, der an vielen Orten der Welt zum Festtag geworden ist, ist Ostern. Ostern ist wohl für uns alle eine Gemeinsamkeit im Kalender. Neben dem freien Wochenende und dem gemütlich «Brunchen» mit der Familie, ist auch noch eine wesentliche Botschaft dahinter, von der ich glaube, dass es sich lohnt, jedes Jahr mindestens einmal daran erinnert zu werden. In den letzten Tagen erleben wir, dass das Leben bedroht ist. Die Bedrohung hat einen klaren Namen. Wir bemerken aber auch, dass das Virus noch ganz anderes offenlegt: aus Spitälern wurden Schutzmasken und Desinfektionsmittel gestohlen, sogenannte Hamsterer treten in Einkaufszentren in Erscheinung – Toilettenpapier ist hoch im Kurs bei ihnen, aber auch Teigwaren. Das Verkaufspersonal macht Überstunden, setzt sich dem Virus aus, wird dann aber beschimpft – wenn der Nachschub ausbleibt. Es ist ernüchternd mitzukriegen, wozu Menschen fähig sind, wenn die Angst über sie kommt. Vor Ostern war auch Jesus mit den Ängsten der Menschen konfrontiert. Da gab Bild: © Light Art by Gerry Hofstetter / Foto Gabriel Perren es die Leiter des jüdischen Volkes, welche Angst hatten, ihre Autorität zu verlieren und Jesus deswegen anklagten. Petrus, ein Jünger von Jesus, verriet ihn, da er Angst hatte, auch getötet zu werden. Und schliesslich liess Pontius Pilatus Jesus aus Menschenfurcht und Feigheit hinrichten. Jesus starb unschuldig. Wie viel Ungerechtigkeit ist auf dieser Welt wohl schon geschehen aus Unsicherheit und Angst? Jesus starb, damit wir als geänderte Menschen durchs Leben gehen können. Dass wir nicht unseren Versagensängsten, Menschenfurcht, Existenzängsten ausgeliefert sind, sondern Sicherheit haben, frei sind und voll mit Hoffnung. An Ostern haben wir Grund zu lachen über all das, was den Menschen klein halten, verunsichern, zum Egoismus bewegen will. Da wir uns bewusst sind, dass alles Lebensbedrohliche keine Macht hatte über den Sohn Gottes und es bis heute nicht hat. Bringen wir dem Auferstandenen unsere Bedenken, Ängste, Zweifel und Nöte im Gebet, um von ihm neue Hoffnung für unsere Situation zu erhalten. Durch viele Krisen und Nöte gehen wir alleine. Oft werden wir nicht verstanden von anderen, weil sie nicht das Gleiche erlebten oder anders damit umgingen. Durch die momentane Krise gehen wir gemeinsam. Es ist schön, die grosse Solidarität untereinander zu erleben. Künstler, Politikerinnen, Grenzwächter – alle sind wir dabei, stehen zusammen, helfen, wo es geht. Diese Solidarität macht Mut und weist auf die Osterbotschaft der Hoffnung hin. In diesem Jahr werden viele Familien nicht zusammen feiern können. Einige Personen sind alleine – im Spital, isoliert in Quarantäne oder zu Hause. Vergessen wir nicht, dass wir gemeinsam durch diese Krise gehen und im Gebet über Häusergrenzen verbunden sind, auch im Feiern von Ostern. Noch, wenn es zurzeit vielleicht so aussieht, als wären es noch viele schwere Tage, lehrt uns der Kalender, dass auf Karfreitag immer Ostern folgt, dass Gott aus dem Unfairsten das Beste machen konnte, dass aus einer Krise ein Höhepunkt wurde. Wohl wird es ein anderes Ostern, aber ich hoffe auf jeden Fall ein Osterfest, bei dem die Botschaft der Hoffnung tief in unsere Herzen eindringt. Im diesem Sinne Ihnen allen frohe Ostern! Christus ist auferstanden und mit ihm die Hoffnung! Pfarrerin Sarah Glättli, Evangelische Kirchgemeinde Erlen GZA/AZA 8583 Sulgen Adressberichtigung melden! Amtliches Publikationsorgan für Sulgen, Bürglen, Kradolf-Schönenberg, Erlen, Anzeiger für Birwinken und Hohentannen. Redaktion und Verlag: Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 00, E-Mail redaktion@neueranzeiger.ch, Aboservice: Telefon 071 644 91 00, E-Mail abo@neueranzeiger.ch, Inserate: medienwerkstatt ag, Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 03, E-Mail inserate@neueranzeiger.ch

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