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Neuer Anzeiger 26. Juni 2020

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Seite 8 NEUER ANZEIGER

Seite 8 NEUER ANZEIGER für das AachThurLand und die Region Bürglen Freitag, 26. Juni 2020 Frauenfeld Hohentannen Ausstellung «Invasive Neophyten» zu Gast in Hohentannen Hohentannen. Bereits zum dritten Mal ist die Ausstellung «Invasive Neophyten» im Thurgau unterwegs. Nachdem sie in der Kantonshauptstadt und fünf weiteren Gemeinden Halt gemacht hat, gastiert sie in Hohentannen. Kirschlorbeer an der Neophytenausstellung 2019. Bild: pd Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die durch menschliche Aktivitäten eingeschleppt werden, sich sehr schnell vermehren und die einheimischen Arten verdrängen. In der Ausstellung sind 15 Arten ausgestellt. Da der Riesenbärenklau und die Ambrosia gesundheitlich problematisch sind, können an der Ausstellung von diesen Pflanzen nur Fotos gezeigt werden. Seit dem 26. Mai gastierte die Ausstellung während je einer Woche in Frauenfeld, Roggwil, Münsterlingen, Neunforn, Sirnach und Salenstein. Ihre letzte Station ist Hohentannen, wo die Neophyten vom 6. bis am 12. Juli an der Oetlishauserstrasse 1 gezeigt werden. Am Samstag, 11. Juli 2020, findet zudem am Ausstellungsort um 10 Uhr eine Informationsveranstaltung statt. Natalie Messner von der Fachstelle Biosicherheit des kantonalen Amtes für Umwelt freut sich über das grosse Interesse der Gemeinden, die Ausstellung zu zeigen. Sie sagt: «Ich spüre, dass es den Gemeinden ein wichtiges Anliegen ist, ihre Bevölkerung auf die Thematik zu sensibilisieren.» (pd) Invasive und nicht invasive Neophyten Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die nach der Entdeckung Amerikas 1492 bewusst – zum Beispiel als Nahrungslieferanten (Kartoffel, Tomate) oder Zierpflanze (Amerikanische Goldruten) – oder unbewusst eingeführt bzw. eingeschleppt worden sind. Es wird unterschieden zwischen invasiven und nicht invasiven Neobiota. Als invasiv werden jene Neobiota bezeichnet, die sich aggressiv und schnell vermehren, dominant werden und andere Arten bedrängen. Dies kann ökologische, wirtschaftliche oder gesundheitliche Probleme verursachen. Invasive Neophyten, die in der Schweiz weder verkauft noch neu gepflanzt werden dürfen (Aufzählung nicht abschliessend): • Nordamerikanische Goldrute (Solidago gigantea / Solidago canadensis) • Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera) • Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) • Japanischer Knöterich (Reynoutria japonica) • Essigbaum (Rhus typhina) • Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia) • Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens) Pflanzen, auf die verzichtet werden sollte (Aufzählung nicht abschliessend): • Götterbaum (Ailanthus altissima) • Einjähriges Berufkraut (Erigeron annuus) • Robinie (Robinia pseudoacacia) • Sommerflieder (Buddleja davidii) • Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) • Seidiger Hornstrauch (Cornus sericea) Sternschnuppen für Mensch und Tier St. Gallen. Die Organisationen «Active for Animals» und «Sternschnuppe für Mensch und Tier» feiern ihr fünfjähriges Bestehen. Der Verein «Sternschnuppe für Mensch und Tier» unterstützt Tierschutzprojekte, unter vielen anderen den Kamelhof in Olmerswil, mit finanziellen Beiträgen. Weiter bietet der Verein Weiterbildungs-Seminare im Tierrecht für Hund, Pferd und Kamel an. Auch Akupressur-Seminare und -Webinare für den Hund gehören zu seinem Angebot. Für seinen Einsatz für benachteiligte Tiere ist der Verein auf Unterstützung angewiesen. Spenden, für die der Verein dankt, können unter PC 61-668812-5 oder IBAN CH16 0900 0000 6166 8812 5 getätigt werden. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.sternschnuppe-mensch-und-tier.ch. (pd) Coronazeugnisse für die Nachwelt Frauenfeld. Die Coronapandemie wird in die Geschichtsbücher eingehen – das steht ausser Frage. Welche Sachzeugen dokumentieren diese ausserordentliche Zeit am eindrucksvollsten? Das Historische Museum Thurgau trägt Gegenstände zusammen, um für die Nachwelt Erinnerungen an die derzeitige Situation im Thurgau zu bewahren. Historische Museen haben den Auftrag, künftigen Generationen Einblicke in prägende Ereignisse der Vergangenheit zu verschaffen. Diesem Auftrag kann das Museum nur gerecht werden, wenn es hier und heute prägnante Zeitzeugen auswählt, die dereinst unsere gegenwärtige Lebenswelt erklären. Beim Sammeln der Coronazeugnisse konzentriert sich das Historische Museum Thurgau auf Gegenstände aus dem Kanton. Die Amriswiler Firma ISA Bodywear beispielsweise überlässt dem Museum ein Sortiment an kreativen Gesichtsmasken. Hände desinfizieren und Abstand halten ist das Gebot der Stunde. Daher befinden sich nun hausgemachte Desinfektionsmittel aus Apotheken aller fünf Bezirke sowie Plakate mit Verhaltensregeln im öffentlichen Verkehr und im Kantonsspital in der Sammlung. Der Glücksfall ist ein besonderes Geschenk, nämlich die freakige «Coronaline». Sie ist die Zwillingsschwester von Klibys Caroline und verkörpert in der SRF-Satiresendung «Deville» das Virus im Plüschpelz. Gegenwartsbezogene Objekte aufzuspüren und diese zu erwerben, bedeutet für das Museum einen nicht zu unterschätzenden Aufwand. Gefragt sind dabei Kreativität sowie ein siebter Sinn für die Einzigartigkeit eines Objekts. Ein Thurgauer Geschwisterpaar: Caroline und Coronaline. Zudem bedarf es auch einer Prise Glück, um an aussagekräftige, originelle und für die Region typische Gegenstände zu kommen. Das Museum freut sich, wenn sich die Thurgauer Bevölkerung an der Bewahrung von Corona-Gegenständen beteiligt. Persönliche Erinnerungsstücke an diese Zeit können per E-Mail beim Museum gemeldet werden unter: historisches.museum@tg.ch. (pd) Bild: pd

Freitag, 26. Juni 2020 NEUER ANZEIGER für das AachThurLand und die Region Bürglen Seite 9 Erlen «Jugendliche entwickeln viel Energie» Erlen. Fast hätte es in diesem Jahr an der Schule Erlen kein Musical zum Schulschluss gegeben. Damit es nun doch noch klappt, mussten sich Musiklehrer René Pulfer, sein Team und die Schülerinnen und Schüler nach der Wiedereröffnung der Schulen gehörig ins Zeug legen. In diesem Jahr bringen die Schülerinnen und Schüler als Abschlussprojekt «Hair 2020 – das Musical» auf die Bühne. Wie wird entschieden, welches Musical einstudiert wird? René Pulfer: Ich muss mich da gut eineinhalb Jahre vor der Aufführung festlegen, denn das Musical zum Schulschluss ist ein Jahreskurs. Ich schaue, welche Talente es im entsprechenden Jahrgang gibt und taste mich so an mögliche Stücke heran. Die Verantwortung liegt bei mir, am Projekt sind aber noch viele andere beteiligt, so die Klassenlehrpersonen, einige Fachlehrkräfte, eine Choreografin und natürlich die Schülerinnen und Schüler. Am intensivsten arbeiten unsere Regisseurin Rita Bänziger und ich an «Hair 2020». Das Musical «Hair» spielt in den 1960er- Jahren in den USA. Die Zeit war geprägt von der Hippiebewegung und dem Vietnamkrieg. Ihr habt das Musical modernisiert und für Erlen ausgelegt. Wie muss ich mir das vorstellen? René Pulfer: Bei 16 Mädchen und vier Jungs war schnell klar, dass allein schon die Rollenbesetzung mit der Originalvorlage gar nicht möglich wäre. Wir haben das Stück also nicht nur modernisiert, sondern eine komplett neue Geschichte daraus gemacht, die in einem Internat spielt. Wiedererkennen wird das Publikum aber die Songs, die wir aus «Hair» übernommen haben. Auflehnung gegen die Gesellschaft und Drogen sind zwei zentrale Themen der Originalfassung. Spielen diese Themen in eurer Auslegung eine Rolle? René Pulfer: Ja, Drogen, Gewalt und Rebellion werden angesprochen, aber auch wie man für etwas einsteht, das einem wichtig ist. René Pulfer im Singsaal der Schule Erlen. Wie schwierig war es, während der Schulschliessung das Projekt weiterzuentwickeln? René Pulfer: Die Motivation aufrechtzuhalten war schwierig, zumal wir nicht wussten, ob wir das Stück überhaupt jemals zeigen können. Wir haben jede Information zu den Lockerungsschritten gebannt mitverfolgt und uns gesagt, wenn wir die Projektwoche nach den Pfingstferien durchziehen können, dann kann es noch klappen mit dem Musical. Wir hatten zwei Monate aufzuholen, denn Homeschooling funktioniert in diesem Bereich nicht. Also hiess es Vollgas geben. Aus Erfahrung weiss ich, dass die Jugendlichen in den letzten zwei, drei Wochen vor der Premiere jeweils viel Energie entwickeln und auch freiwillig zusätzliche Probemöglichkeiten nutzen. Das wievielte Musical ist «Hair 2020», das Sie an der Schule Erlen durchgeführt haben? René Pulfer: Es ist das achte Musical. Zu Beginn meiner Tätigkeit als Musiklehrer an der Schule Erlen organisierte ich auch noch andere Schulschlussprojekte. Die Regelmässigkeit, mit der wir nun jedes Jahr ein Musical aufführen, hat seine Vorteile. Die jüngeren Schüler schauen es sich an und freuen sich schon darauf, wenn sie an der Reihe sind. Die Musicalaufführungen zum Schulschluss haben mittlerweilen einen gewissen Stellenwert und werden auch grosszügig von Sponsoren untersützt. Warum eignet sich die Aufführung eines Musicals Ihrer Ansicht nach besonders gut für ein Abschlussprojekt ? René Pulfer: Die Musik steht im Mittelpunkt, es umfasst aber viele weitere Bereiche – vom Tanz zum Schauspiel, von der Technik zu den Kostümen, von der Werkstatt zum Catering. Jede Schülerin und jeder Schüler kann seine Stärken einbringen. Die Jugendlichen lernen aber auch mit Druck und Stress umzugehen. Und ganz wichtig: ein Musical ist Aufführdaten und Tickets Die Schule Erlen zeigt «Hair 2020 – das Musical» im Mehrzwecksaal an folgenden Daten: Sonntag, 28. Juni, 17 Uhr; Montag, 29. Juni, 20 Uhr; Dienstag, 30. Juni, 20 Uhr; Mittwoch, 1. Juli, Bild: hab kein Solokonzert, sondern eine Gemeinschaftsproduktion. Wird es Ihnen nicht langweilig, jedes Jahr wieder ein Musical einzuarbeiten? René Pulfer: Langweilig ist es nicht. Anstrengend schon. Mir ist es wohl aber immer noch so wichtig, dass ich diese zusätzliche Arbeit immer noch gerne auf mich nehme. Es ist auch eine schöne Abwechslung zum Schulalltag. Beim Musical arbeiten wir über lange Zeit im gleichen Team auf etwas hin und können uns gemeinsam über unseren Erfolg und den Applaus freuen, den wir erhalten. Interview: Hannelore Bruderer 20 Uhr. Tickets sind bei der Schulverwaltung erhältlich, Tel. 071 649 10 00. Sie können nicht umgetauscht und auch nicht vorreserviert werden. Es gibt keine nummerierten Plätze. (hab)

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