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Neuer Anzeiger 22. März 2019

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Neuer Anzeiger 22. März

Schönenberg, Seite 5 Erlen, Seite 9 Kradolf, Seite 12 Gestochen scharf Sandra Stadler betreibt in Schönenberg das Tattoo- und Piercingstudio «Black Line». Unter Kennern der Szene gilt die Mitvierzigerin als Koryphäe. Gewaltlos stark In einem Kurs in der OJA Erlen lernen Jugendliche mit extra dafür geeigneten Spielen, was es heisst, fair, respektvoll und gewaltlos zu kämpfen. Genüsslich neu Die Unterhaltung des Musikvereins Kradolf-Schönenberg kommt in diesem Jahr in einem neuen Kleid daher. Am Samstag heisst es «musig metzgätä». Ihre Geschäftsdrucksachen sind Ihre Visitenkarte. Gerne beraten wir Sie persönlich. medienwerkstatt ag produktionsagentur für crossmedia und print steinackerstrasse 8, 8583 sulgen, t +41 71 644 91 91, www.medienwerkstatt-ag.ch Freitag, 22. März 2019, Nr. 12, 28. Jahrgang NEUER ANZEIGER Die Zeitung für das AachThurLand und die Region Bürglen Normale Menschen, keine Musterfamilie Sulgen. Sind die Kinder eines Pfarrers immer brav? Und wird im Pfarrhaus unablässig andächtig gebetet? – Zwei Klassen der Pestalozzi-Schule brachten einen entlarvend heiteren Einblick ins Familienleben einer Pfarrfamilie auf die Bühne. Hannelore Bruderer Es war eine anstrengende Woche für die Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse der Pestalozzi-Schule Sulgen. Gleich an vier Abenden hintereinander zeigten sie ihr satirisches Theaterstück «Auch sonntags wird gelacht» mit einer Spiellänge von rund zwei Stunden. Für die Hauptrollen hatten sie viel Text auswendig zu lernen. Einige Rollen waren doppelt besetzt. «Die Doppelbesetzung war nötig, wir hatten während der Proben einige krankheitsbedingte Ausfälle», sagt Klassenlehrer Ivo Schwyter, der das Stück mit den Jugendlichen einstudiert hat. Besuch der Autorin Im Wohnzimmer beugen sich die Pfarrfamilie und Lisa über einen Brief. Das Stück beruht auf dem gleichnamigen Buch von Ulrike Piechota. Dass die 78-jährige Autorin den Weg von Deutschland nach Sulgen auf sich nahm, um die theatralische Umsetzung ihres Stoffes persönlich zu sehen, war für die jungen Darsteller der Höhepunkt ihres Theaterprojekts. Im Mittelpunkt des Stücks steht Lisa, ein Einzelkind wohlhabender, berufstätiger Eltern, die beschliesst, ihren eigenen Weg zu gehen. Vor der Matur bricht sie die Schule ab. Sie schummelt mit ihrem Alter und bewirbt sich als angebliche Studentin auf eine Stelle im Haushalt einer Pfarrfamilie. Das Leben im Pfarrhaus hält für sie so manche Überraschung bereit, denn die Pfarrfamilie ist so gar nicht, wie sie sich das gedacht hatte. Frau Pfarrer schreibt Krimis und der 18-jährige Sohn Mischa dreht Gruselfilme, bei denen mitunter recht viel Blut fliesst. Die beiden kleinen Kinder spielen gerne Streiche und die 16-Jährige Anne ist ein aufmüpfiges Mädchen. Bild: hab «Was hast du denn gedacht? Wir seien eine Musterfamilie und beten zu Tisch so lange bis die Speisen kalt sind?», neckt sie die neu angekommene Lisa. Immer wieder rufen Personen im Pfarrhaus an oder stehen vor der Tür. Diese Begegnungen stehen im Kontrast zum fröhlichen Familienleben. Da ist eine junge Witwe, die mit dem Herrn Pfarrer in seinem Büro ein Trauergespräch führt, da ist der Anrufer, der mitten in der Nacht mit Selbstmord droht und da ist der arme Schlucker, der sich ein Wurstbrot erbettelt. Immer wieder schaut Frau Fischendorfer vorbei, die von der Familie hinter vorgehaltener Hand nur Gemeindeposaune genannt wird. Sie meint über alles Bescheid zu wissen, gibt Tratsch und Verleumdungen weiter, nicht ohne sie vorher noch mit viel Neid und Missgunst anzureichern. Ihre Erfahrungen mit Scheinheiligkeit und Frömmelei, aber auch mit wahrer Nächstenliebe und tiefem Glauben vertraut Lisa abends in ihrem Zimmer einem Tagebuch an. Während im Pfarrhaus eine Party mit lauter Musik und Discofox steigt, verliebt sich Lisa in den Vikar. Er ist aber nicht der einzige Grund, den Lisa noch eine Weile länger am Ort hält. Sie findet zu ihrer wahren Berufung und beginnt eine Ausbildung in der Altenpflege. «Ich habe in dieser Zeit viel mehr gelernt als den Haushalt zu führen», ist Lisas Fazit. Grandios gespielt Die Schülerinnen und Schüler fühlten sich gut in ihre Rollen ein und stockten kaum einmal in ihren Texten. Sie verstanden es, die fröhlichen Momente und ernsten Themen authentisch darzustellen. Nicht nur auf der Bühne überzeugten sie mit ihrem Stück. Gleich mehrmals bauten sie das Bühnenbild um, ohne dass es den Fluss des Spiels störte, und auch an den Schalthebeln für Ton und Licht liessen sie sich durch kleinere Patzer nicht aus der Ruhe bringen. Gut gewählt waren die Requisiten, die Musik und das Bühnenbild, das die Zuschauer zurück in die 1980er-Jahre brachte, als die Geschichte geschrieben wurde. GZA/AZA 8583 Sulgen Adressberichtigung melden! Werben Sie dort ... ... wo Werbung beachtet wird. Inserieren auch Sie im Neuen Anzeiger. NEUER ANZEIGER inserate@neueranzeiger.ch 071 644 91 00 NA Amtliches Publikationsorgan für Sulgen, Bürglen, Kradolf-Schönenberg, Erlen, Anzeiger für Birwinken und Hohentannen. Redaktion und Verlag: Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 00, Fax 071 644 91 01, E-Mail redaktion@neueranzeiger.ch, Aboservice: Telefon 071 644 91 00, E-Mail abo@neueranzeiger.ch, Inserate: medienwerkstatt ag, Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 03, Fax 071 644 91 90, E-Mail inserate@neueranzeiger.ch

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