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Neuer Anzeiger 15 Januar 2013

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Neuer Anzeiger 15 Januar

Sulgen, Seite 2 Unterhaltend Mit stimmungsvollen Liedern erfreute der Jodelclub Sulgen am Samstag sein Publikum. Auch die Theatergruppe erntete grossen Applaus. Kradolf, Seite 3 Gesellig Am Samstag wurde das Preisjassen der Sulgen Erlenackerschützen Erlen zum 25. Mal durchgeführt. Den ersten Rang beim Jubiläumsanlass belegte Jack Germann. Neukirch, Seite 8 Wertvoll Am Frauenfrühstück in Neukirch sprach der pensionierte Gossauer Lehrer Alfred Noser. Er stellte den Zuhörerinnen sein «Werte-Haus» vor. Archivsuche im Neuen Anzeiger für Abonnenten unter: www.neueranzeiger.ch/epaper Dienstag, 15. Januar 2013, Nr. 4, 22. Jahrgang NEUER ANZEIGER Die Zeitung für das AachThurLand und die Region Bürglen Mit dem Künstler zur Ausstellung Kradolf. Kradolf-Schönenberg will sich in diesem Jahr vermehrt als Kulturgemeinde positionieren. Die Gemeinde lud deshalb interessierte Einwohner am Sonntag zu einem Ausflug in die Kartause Ittingen ein, um mit dem Kradolfer Künstler Willi Oertig seine Ausstellung im Kunstmuseum Thurgau zu besuchen. «Jeder macht doch besonders gerne, was er besonders gut kann. Da geht es euch allen doch nicht anders als mir. Bei mir ist es nun mal das Malen», sagte Oertig zu seinem aufmerksamen Publikum. Seite 5 Infoanlass war nur schwach besucht Hohentannen. Die Evangelische Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil bot den Kirchbürgern am Samstag Gelegenheit, sich über den Verkauf der Kapelle Oetlishausen zu informieren. Nur ein Dutzend Personen machten von diesem Angebot Gebrauch. Red und Antwort stand neben Mitgliedern der Kirchenvorsteherschaft auch Kaufinteressent und Schlossbesitzer Josef Felder. Seite 7 Stimmungsvolles Neujahrskonzert Sulgen. Gegen 400 Besucher erlebten in der evangelischen Kirche Sulgen ein ausserordentlich stimmungsvolles und hochstehendes Neujahrskonzert. Seite 8 « Handwerkskunst, eingesetzt mit höchster Präzision, umgesetzt mit modernster Technik» www.heerdruck.ch Ein Pöstler verabschiedet sich Kradolf. Seit über 30 Jahren liefert Alfred Roth in Kradolf die Post in die Haushalte. Seine Arbeitskolleginnen und -kollegen schickten ihn am Freitag mit einem bunt geschmückten Moped auf seine letzte Runde. Hannelore Bruderer Damals war alles noch ganz anders», erinnert sich Alfred Roth an seinen Einstieg in die Berufswelt. 1971 begann der Bauernsohn aus Kesswil seine Lehre als Postbote in Romanshorn. «Briefe und Pakete wurden mit dem Handkarren oder Velo ausgetragen, ein Töffli bekam ich erst viel später.» Gleich nach der Lehre arbeitete Alfred Roth in Zürich, erst bei der Zustellung, dann bei der Bahnpost. Durch die ganze Schweiz und sogar ins Ausland sei er da gereist, sagt Roth mit leuchtenden Augen. «Das hat mir enorm gefallen. Man musste da aber auch viel wissen und die Dörfer und Städte kennen.» Während der Fahrt sortierte er die Post, beim Halt an den Bahnhöfen übergab er sie in Säcke verpackt an die wartenden Kollegen. Mit dem dicht gedrängten Fahrplan von heute wäre das gar nicht mehr möglich, weiss der Postangestellte. Die Bahnpost ist Geschichte, wie so vieles, das Alfred Roth während den 42 Jahren als Angestellter bei der Post erlebt hat. Sesshaft geworden 1979 kam Alfred Roth nach Kradolf und gründete kurz darauf eine Familie. Bei Hitze, Regen, Sturm und Schnee trug er von da an bis zum letzten Freitag in Kradolf zuverlässig die Post aus. Feriengrüsse, Liebesbriefe, Prüfungsresultate, Rechnungen, Zahlungsbefehle – ein Zustellbeamter ist Überbringer von guten wie auch schlechten Nachrichten. Darüber machte Alfred Roth sich aber nie Alfred Roth auf seiner letzten Posttour durch Kradolf. gross Gedanken. «Mein Job ist es, die Post auszutragen. Das mache ich gerne, auch wenn der Zeitdruck in den letzten Jahren stetig zugenommen hat», sagt er. Vorbei sind die Zeiten, als man an der Haustüre oder am Gartenzaun einen kleinen Schwatz mit seinen Kunden halten konnte. «Früher waren die Briefkästen noch nicht an der Strasse, da hatte man noch mehr Kontakt mit den Kunden. Manchmal gab es sogar am Küchentisch ein Schnäpschen, um sich aufzuwärmen», lacht Roth. Auch ein paar Hundebisse habe er sich im Laufe seiner Berufslaufbahn zugezogen. «Nichts Schlimmes, mit einer Tetanusspritze war das jeweils wieder erledigt.» Verändertes Umfeld Alfred Roth ist gerne hilfsbereit. Wenn er jemandem, der gehbehindert ist, die Post bis in die Wohnung trägt, ist das für ihn selbstverständlich, auch wenn die Richtlinien anders lauten. Die rasante Entwicklung in seinem beruflichen Umfeld bereitete dem Postangestellten gelegentlich auch Mühe. Deshalb sei es ihm auch nicht schwer gefallen, das Angebot seines Arbeitgebers für eine frühzeitige Pensionierung anzunehmen. Und langweilig werde es ihm sicher nicht sein, ist der 62-Jährige überzeugt. Aktiver Ruhestand Bild: hab Der Witwer besorgt seinen Haushalt selber, ist Mitglied bei der Männerriege Schönenberg-Kradolf sowie beim Samariterverein Sulgen und Umgebung. Auch wenn sein Neffe auf dem Bauernbetrieb in Kesswil Hilfe braucht, will er in Zukunft gerne Hand anlegen. Einem besonderen Hobby geht Alfred Roth schon seit seiner Kindheit nach: dem Feldmausen. Das möchte er im Ruhestand nun wieder vermehrt betreiben. Vom Vergiften der Nager, wie es heute oft praktiziert wird, hält er nämlich wenig. «Wieso sollte man chemische Mittel verwenden, wenn es Fallen gibt?» fragt er sich. Bis Ende Monat bezieht Alfred Roth noch seine restlichen Ferien. In dieser Zeit wird es auch noch ein Abschiedsfest mit seinen Arbeitskollegen geben. GZA/AZ 8583 Sulgen Adressberichtigung melden! Amtliches Publikationsorgan für Sulgen, Bürglen, Kradolf-Schönenberg, Erlen, Anzeiger für Birwinken und Hohentannen. Redaktion und Verlag: Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 00, Fax 071 644 91 01, E-Mail redaktion@neueranzeiger.ch, Aboservice: Telefon 071 272 71 90, E-Mail abo@neueranzeiger.ch, Inserate: Publicitas AG, Schmiedgasse 6, 9320 Arbon, Tel. 071 447 83 83, Fax 071 447 83 93, E-Mail inserate@neueranzeiger.ch

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