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Neuer Anzeiger 21. Juli 2017

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Neuer Anzeiger 21. Juli

Istighofen, Seite 3 Brand gelöscht In der Nacht auf Mittwoch standen in Istighofen über 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Aus einem Bauernhaus loderten die Flammen. Sulgen, Seite 4 Sportler geehrt Mehrere Stunden waren die Mitglieder des Fanclubs Helvetia 13 zur Sportlerehrung unterwegs. Sie unterstützen den Fussballclub SV Horn in Niederösterreich. Sulgen, Seite 8 Etappenziel erreicht Die erste Etappe beim Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekt Gutbertshausen wurde wie geplant abgeschlossen. Nach den Sommerferien geht es weiter. Werben Sie dort, wo Werbung beachtet wird. Inserieren auch Sie im Neuen Anzeiger. inserate@neueranzeiger.ch NEUER ANZEIGER Die Zeitung für das AachThurLand und die Region Bürglen Freitag, 21. Juli 2017, Nr. 29, 26. Jahrgang NEUER ANZEIGER Die Zeitung für das AachThurLand und die Region Bürglen Vom Kosovo nach Neukirch zum Malen Neukirch a. d. Thur. Kunst ist ein unverzichtbarer Bestandteil im Haus Neukirch. In dieser Woche arbeiten dort mit Emrush Xhemajli und Zenun Sherifi zwei renommierte Kunstmaler aus dem Kosovo. Hannelore Bruderer Viele nutzen die Sommerferien, um auszuspannen. Nicht so Emrush Xhemajli und Zenun Sherifi, die Gäste von Joe Jöhl im Haus Neukirch. Zusammen mit ihrem Gastgeber stehen sie in dieser Woche von morgens bis abends an ihren Staffeleien und widmen sich ganz ihrer Malerei. Emrush Xhemajli und Zenun Sherifi lehren als Professoren an der Privatuniversität Kolegji AAB im kosovarischen Pristina, Emrush Xhemajli ebenfalls an der Staatlichen Universität Tetovo in Mazedonien. Zum zweiten Mal hier Emrush Xhemajli ist kein Unbekannter in der Schweiz, stellt er hierzulande doch schon seit einigen Jahrzehnten regelmässig aus. Letztes Jahr verbrachte er zum ersten Mal eine Woche im Haus Neukirch bei seinem Freund Joe Jöhl, um in Ruhe zu arbeiten. Im Saal des Hauses zeugen etliche Bilder von diesem Aufenthalt. Auf dem Weg zum Saal sticht ein Gemälde besonders ins Auge. Es ist ein Porträt einer Frau, die Emrush Xhemajli als 18-jähriger Gymnasiast gemalt hat, und heute im Besitz von Joe Jöhl ist. Bereits in diesem Frühwerk zeigt sich das grosse Talent des Künstlers Xhemajli, der es versteht, Menschen in seinen Porträts nicht nur abzubilden, sondern ihnen einen unverwechselbaren Charakter zu verleihen. Seine Malerei beschränkt sich jedoch nicht auf Porträts, sondern ist vielfältig. Im letzten Jahr liess der 58-Jährige das Thema Mann und Frau und das Zusammenleben der Menschen in seine Kunst einfliessen. An diesem Nachmittag malt er an einer kosovarischen Landschaft. Immer wieder tritt er beim Malen einige Schritte zurück, betrachtet sein Werk, setzt dort an, wo ihn das Resultat noch nicht befriedigt. Nach Neukirch ist er gut vorbereitet gekommen. «Hier will ich eine Woche nur malen», sagt er. «Die Ideen und Skizzen habe ich bereits vorher entwickelt. Nur so ist es möglich, dass ich an einem Tag ein ganzes Bild fertigstellen kann.» Gläser voll mit Optimismus Klare lineare Strukturen sind ein Merkmal von Zenun Sherifis Werken. Er wird nicht müde, Alltagsgegenstände wie Krüge, Tassen, Flaschen und Gläser in seinen Gemälden immer wieder neu zu arrangieren und sie miteinander in Kontakt treten zu lassen. Er malt die Gegenstände nicht figürlich, sondern in abstrakten Formen und bunten Farben. Glas ist ein Hauptthema in seinen Bildern. «Ich versuche, die Gläser immer mit Optimismus zu füllen, egal ob ich sie in meinen Bildern voll oder leer abbilde», schmunzelt er. Die Motivation, weitere Variationen zu suchen, sei bei ihm durch den Umgang mit seinen Studenten immer präsent. In Neukirch geniesst er, genauso wie Emrush Xhemajli, die Freiheit, von morgens bis abends ohne störende Ablenkung arbeiten zu können. Kollegiales Miteinander Nur für einen kurzen Blick in die Kamera lassen sich die Kunstmaler Zenun Sherifi (li.) und Emrush Xhemajli von ihrer Arbeit ablenken. Und der Gastgeber? Joe Jöhl arbeitet nicht minder konzentriert an seinen Gemälden. Er sei der einzige Laie der Gruppe, betont er. «Was ich an Emrush und Zenun besonders schätze, ist der Respekt, den sie meiner Malerei gegenüber zeigen. Wir diskutieren auf Augenhöhe. Wenn man bedenkt, was sie geschaffen und erreicht haben, ist das nicht selbstverständlich.» Vom Können der beiden Künstler könne er nur profitieren. Im Gegensatz zu den Gemälden seiner Gäste kommen auf Joe Jöhls Bildern immer Menschen vor. Das liege vermutlich daran, dass er sowieso immer gerne Menschen um sich habe, sagt er. «Deshalb fühle ich mich in unserem grossen Haus Bild: hab mit den vielen Mitbewohnern auch so wohl.» Kennengelernt hat er Emrush Xhemajli über die Malerei während eines Aufenthalts im Kosovo. Durch ihn lernte er auch Zenun Sherifi kennen. Für die schöne Zeit, die er mit ihnen im Kosovo verbringen konnte, revanchierte er sich mit einer Einladung nach Neukirch. GZA/AZA 8583 Sulgen Adressberichtigung melden! Amtliches Publikationsorgan für Sulgen, Bürglen, Kradolf-Schönenberg, Erlen, Anzeiger für Birwinken und Hohentannen. Redaktion und Verlag: Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 00, Fax 071 644 91 01, E-Mail redaktion@neueranzeiger.ch, Aboservice: Telefon 071 644 91 00, E-Mail abo@neueranzeiger.ch, Inserate: medienwerkstatt ag, Steinackerstr. 8, 8583 Sulgen, Tel. 071 644 91 03, Fax 071 644 91 90, E-Mail inserate@neueranzeiger.ch

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